Strafen ohne Vignette in Österreich
Wie kontrolliert wird
Die Vignette ist digital und mit dem Kennzeichen verknüpft. Erfasst wird automatisch: Kameraportale über der Fahrbahn lesen das Kennzeichen, dazu kommen mobile Teams der Mautaufsicht. Eine Plakette an der Scheibe gibt es nicht mehr — kontrolliert wird trotzdem flächendeckend, auch nachts und am Wochenende.
Ersatzmaut statt Strafzettel
Wird ein Fahrzeug ohne gültige Vignette angehalten, verlangt die Mautaufsicht zunächst eine Ersatzmaut. Sie ist eine nachträgliche Maut und beendet die Sache, wenn sie fristgerecht bezahlt wird. Für Pkw und Motorrad gelten unterschiedliche Sätze; die aktuelle Höhe steht in der Infokarte auf der Länderseite Österreich.
Wenn die Ersatzmaut nicht bezahlt wird
Dann wird ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet, und der Strafrahmen liegt um ein Vielfaches über der Ersatzmaut. Bescheide werden auch an Halteranschriften im Ausland zugestellt; Geldstrafen ab einer bestimmten Höhe lassen sich innerhalb der EU vollstrecken. Ein Wohnsitz in Deutschland oder Polen schützt also nicht.
Die vier häufigsten Gründe
Erstens: die Vignette schlicht vergessen. Zweitens: ein Tippfehler im Kennzeichen — dann gilt der Eintrag für ein anderes Fahrzeug, Ihres bleibt unbezahlt. Drittens: die falsche Kategorie, etwa eine Pkw-Vignette für ein Motorrad. Viertens: das Vertrauen darauf, dass die Maut am Brenner die Vignette ersetzt.
Was tatsächlich zusätzlich zu bezahlen ist, steht im Ratgeber Streckenmaut in Österreich.
So bleiben Sie auf der sicheren Seite
Bestellen Sie, bevor Sie auf die Autobahn auffahren, prüfen Sie das Kennzeichen im letzten Schritt und heben Sie die Bestätigungs-E-Mail auf. Für die klassische Urlaubsfahrt reicht meist die 10-Tages-Vignette; alle Zeiträume mit Preisen stehen auf der Länderseite Österreich.